Flexible Kinderbetreuung

Die Jusos im Landkreis Oldenburg fordern die Überprüfung und Anpassung der
Öffnungszeiten von Kindergärten und Kindertagesstätten in den Gemeinden des
Landkreises. Einen entsprechenden Antrag formulierten die Jungsozialisten an den Parteitag
des SPD-Unterbezirkes.


Für die Jusos stellte der Kreistagsabgeordnete Thore Güldner (Aschenstedt) den Antrag vor.
Er machte deutlich, dass Politik eine Vereinbarkeit von Beruf und Familie herstellen muss.
„Es kann nicht sein, dass Elternteile darauf verzichten müssen zu arbeiten, nur weil es kein
breiteres Betreuungsangebot für die eigenen Kinder gibt“, so Güldner. Die jungen
Kommunalpolitiker machten dabei aber deutlich, dass es sich bei Betreuungsangeboten
nicht um den grundsätzlichen Ersatz von elterlicher Kindererziehung handeln kann und soll.
So lehnen sie entschieden eine 24-Stunden-Betreuung ab.


Der Vorsitzende der Jusos Oldenburg-Land, Matthias Kluck (Wildeshausen) verdeutlichte in
seinem Redebeitrag, dass eine flexiblere Öffnungszeit nicht zu einer Pflicht werden kann. Sie
erscheint den Jusos auch nicht immer sinnvoll. „Es muss individuell vor Ort überprüft
werden wo und wann es flexiblere Modelle geben sollte“, so Kluck.


Für die Jugendorganisation der SPD steht fest, dass es flexible Modelle der Kinderbetreuung
geben muss. Dies würde nach der Meinung der Jusos auch den Beruf der Erzieherinnen bzw.
Erzieher aufwerten und damit attraktiver machen. „Wir können junge Männer und Frauen
nur dann motivieren als Erzieher bzw. Erzieherinnen zu arbeiten, wenn wir Vollzeitstellen in
der Kinderbetreuung schaffen“, meinte Thore Güldner abschließend. Der Parteitag schloss
sich der Meinung der Jusos mehrheitlich an.


Gez.
Thore Güldner

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