Im Gespräch mit der Bildungsalternative IGS

Kinder laufen zum Eingang der IGS Wardenburg
 
Foto: IGS Wardenburg

Quelle: IGS Wardenburg

 

Die Jungsozialisten aus dem Landkreis Oldenburg haben sich am 19. Mai 2016 in der Integrierten Gesamtschule Am Everkamp in Wardenburg bei Schulleiter Gernot Schmaeck über die Schule informiert.

 

Erstes Thema waren die aktuellen Abschlussprüfungen der Schülerinnen und Schüler, die sich zurzeit um einen Haupt-, Real- oder Erweiterten-Sekundarabschluss I bemühen. Daneben ging es vor allem um das Kurs- und Schulsystem.

Dass Schulleiter Schmaeck vollkommen hinter der IGS steht, wurde den Jusos schnell klar. „Die Kinder finden an der IGS auf jeden Fall einen für sie angemessenen guten Weg“, so Schmaeck. Er wolle nicht behaupten, dass die IGS die beste Schulform sei, ist aber der festen Überzeugung, dass die IGS eine sehr gute alternative Schullaufbahn anbietet.

Statt Noten gibt es in der IGS bis zur 8. Klasse individuelle Lernentwicklungsberichte. Auch wenn manche Schülerinnen und Schüler oder auch Eltern dies belächelten, so böte dies den Kindern und auch den Eltern viele Vorteile. Es werde nicht derart selektiert und verglichen wie beispielsweise an Oberschulen oder Gymnasien. „Jedem, vom potentiellen Förderschüler bis zum Hochbegabten, wird sein Raum gegeben und jeder bekommt Hinweise darauf, wie er sich verbessern, wie er zu mehr Kompetenzen gelangen kann“, erklärte der Schulleiter. Auch Kinder, die in der 5. oder 6. Klasse am Gymnasium gescheitert seien, könnten sich in der IGS wieder fangen und aufgrund der differenzierten Betreuung erneut den erweiterten  Sekundarabschluss I anstreben.

Er betonte, dass im Grunde alle Schulen ein gemeinsames Ziel verfolgen müssten, nämlich allen Schülerinnen und Schülern in der Region dass jeweils angemessenste Schulangebot vorzuhalten. Es gehe ihm also keineswegs darum, in Konkurrenz mit anderen Schulformen zu treten. Die IGS stelle eine sinnvolle Alternative dar, was in der Region aber immer noch nicht allen bekannt scheint. Vor allem die Sinnhaftigkeit müsse noch mehr bekanntgemacht werden. Vorstellungen und Arbeitsweisen seien immer wieder Inhalte, die auf vielfältigsten Veranstaltungen vorgestellt würden, seien es die Hospitationstage, der Tag der offenen Tür, die Informationsabende oder, oder …

Die Türen stünden immer offen. Es könne fast jederzeit Einblick genommen werde, von Schülerinnen, Schülern aber auch von Eltern oder gerne auch von Kolleginnen und Kollegen. „Wir verstehen uns als Bildungsalternative und wollen aufzeigen, wie wir lehren, begleiten und nicht wie andere es zu tun haben.“

Das werde oft missverstanden. „Abitur in Wardenburg – wieso nicht?“, sagt Schmaeck weiter, „das können wir genauso gut wie die Oldenburger Gesamtschulen, man muss uns nur lassen.“ Über genug Gymnasiallehrer verfüge man. Man warte nur auf das „Go“. Bis dahin werde man weiter gute Arbeit leisten und das bereits breite Angebot noch erweitern.

Dass so viele Kinder aus Wardenburg zur Waldschule in Hatten gehen, sei Fakt, aber kein Grund zu resignieren. Ganz im Gegenteil sei es Ansporn, noch intensiver auf die IGS Am Everkamp aufmerksam zu machen. Das könne doch nur an unterschiedlichsten Wahrnehmungen liegen, die es zu vereinheitlichen gelte. „Daran arbeiten wir!“
Für dieses Ziel wollen sich die Jusos auf jeden Fall stark machen, so das Ergebnis des Besuchs.

Nach der Kommunalwahl sollen im kommenden Jahr außerdem Aktionen geplant werden, mit denen die Jusos zusammen mit der Schule stärker veranschaulichen wollen, was eigentlich Demokratie ist und was sie auszeichnet. Die Geschehnisse im Gemeinderat sowie Kreis-, Land- und Bundestag sollen erlebbar gemacht werden. „Daran hat die Schule auf jeden Fall Interesse“, so Schmaeck.

Die Jusos machen bereits auf einen Termin am GAG aufmerksam. Dort findet am 20. Juni um 14 Uhr die Infoveranstaltung „Junge Politik vor Ort“ mit allen regionalen Jugendorganisationen statt.

 

 
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